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Gedanken zum Sommer

Grußwort von Pastorin Anke Andersson

Liebe Gemeinde!

Wenn ich kleine Kinder und ihre Eltern beobachte - auf dem Weg zum Spielplatz -, dann fassen kleine Hände vertrauensvoll nach den großen. Oder ich begegne Paaren, die auch nach vielen Ehejahrzehnten selbstverständlich Hand in Hand spazieren gehen. Jemanden an der Hand halten - ein inniger Moment. Die Erfahrung, dass mich jemand an der Hand hält - in allen Zeiten meines Lebens -, dafür bin ich von Herzen dankbar, dass mein Vertrauen sich bewährt hat.

Der Beter des 73. Psalms kannte dies Glück nicht. Er ist von den Menschen enttäuscht, hält sich lieber fern. Er schwankt in seinem Glauben, zweifelt. Der Psalmbeter ist tief verunsichert, schaut auf das Leben der anderen, blickt zurück. Dann geht er in den Tempel, um dort mit Gott zu reden und Gottes Wort zu hören. Durch diese örtliche Veränderung verändert sich auch sein Glaube.

Wenn wir gedanklich nur im Gewohnten bleiben, kann sich nichts ändern. Durch seinen Aufbruch wagt der Beter einen Neuanfang. Gott ist plötzlich nicht mehr der fremde und ferne Gott. Auf einmal ist er ganz nah:

"Dennoch/ bleibe ich immer bei dir. / Du hältst mich fest an meiner Hand."

So wünsche ich Ihnen eine erfüllte und segensreiche Sommerzeit - mit manch wohltuendem Ortswechsel, Zeit für das, was Ihnen und euch wichtig ist, Zeit für die Menschen, die Ihnen und euch am Herzen liegen - aber auch, Zeit für Gott, so dass sich manch neue segensreiche Perspektive auftut - dass Gott Sie und dich fest an seiner Hand führt - bis wir uns wiedersehen.

Eine gesegnete sommerliche Zeit wünscht und grüßt von Herzen

Ihre und Eure Pastorin Anke Andersson