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Gedanken zum Osterfest

Grußwort von Pastorin Anke Andersson

Liebe Gemeinde,

"Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, er ist auferstanden." 
Monatsspruch April 17 (Lukas 24, 5-6)

Wer sucht, ist neugierig, zeigt Interesse. Ich mag Menschen, die nicht schon alles wissen, die noch auf der Suche sind, die ein Navi benötigen - weil ihnen die Umgebung unvertraut ist. Manchmal hilft ein Navi aber auch nicht weiter: Wenn wir einen Menschen suchen, den wir aus den Augen verloren haben. Wie groß ist die Freude und Erleichterung, wenn wir ihn wiederfinden.

Auch die Frauen, die mit Jesus besonders eng verbunden waren, suchen ihn. Er war ihr großes Glück. Er hat sie verstanden. Dann: Gefangennahme, Folter, Tod! Zurückblieb die Erinnerung, die Fassungslosigkeit, der unerträgliche Schmerz. Sie gehen zum Grab, um dem nahe zu sein, den sie geliebt haben. Doch sie finden Jesus nicht: Er ist auferstanden. Er lebt. Die Frauen trauern zwar, blöd sind sie aber nicht. Wie sollen sie das verstehen? Jesus - von den Toten auferstanden, er lebt? Beweisbar ist das alles nicht. Aber erlebbar für den, der liebt und glaubt. Wer liebt, der erlebt etwas, was sich überhaupt nicht erklären lässt. Wer Jesus liebt und sucht, der kann den Lebenden finden. Zwar nicht so, wie ich einen Menschen finde, den ich aus den Augen verloren habe. Wer sich aber auf den Weg macht, spürt Jesu geheimnisvolle Gegenwart, wenn wir das Mahl feiern, das er schon mit seinen Freundinnen und Freunden feierte. Oder er ist ganz nah, wo wir einander von Herzen vergeben und im Geiste seiner Liebe füreinander da sind.

So wünsche ich Ihnen ein fröhliches und vor Leben sprühendes Osterfest und eine segensreiche österliche Zeit und grüße Sie herzlich.

Ihre Pastorin Anke Andersson