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Grußwort von Dr. Carsten Berg

12.02.2017 | Gedanken zum aktuellen Monatsspruch

Liebe Gemeinde,

"Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Frieden diesem Haus!"
Monatsspruch Februar 2017 (Lukas 10, 5)

Upps, denke ich beim Lesen, das ist ja mal eine klare Ansage. Als Jesus seine Jünger aussendet, um Mitarbeitendezu gewinnen für die Verbreitung des Evangeliums, gibt er ihnen diese Mahnung mit. Jesus sendet Menschen, die auch durch ihr Leben Zeugnis ablegen sollen von seiner Botschaft der Liebe. Jesus ruft Menschen aus denen, die ihm nachfolgen, heraus und macht sie fähig, seine Mitarbeitenden zu werden. Jede und jeder soll -ausgestattet mit ihren und seinen Gaben, den großen wie den kleinen - den Weg zu den Menschen einschlagen. Wenn sie ihnen begegnen und in ihr Haus eingeladen werden, sollen ihre ersten Worte sein: "Frieden diesem Haus!" Eine wahrhaft schöne Geschichte, die Lukas da erzählt: Alle, die in Jesu Namen unterwegs sind zu und mit Menschen, haben Frieden im Sinn, wünschen ihn und bringen ihn.

Was, liebe Gemeindeglieder, würde sich eigentlich verändern, wenn jeder Mensch sich diese Mahnung zu Eigen machte? Wenn gegenseitig gewünschter und miteinander gelebter Frieden unseren All- und Sonntag, unsere Begegnungen und unser Leben prägte? Sicher hätte unsere Welt ein anderes Gesicht. Ja, es liest sich wie ein schöner, großer, phantastischer, kaum realisierbarer Traum, dass gewünschter und gelebter Frieden zum Grundton unseres Zusammenlebens wird. Aber sollen wir deshalb aufhören, diese Aufforderung Jesu an die, die er aussendet in die Welt, ernst zu nehmen und anzunehmen?

Jeden Sonntag, wenn wir in der Marienkirche Gottesdienst feiern, ist etwas spürbar von dem, was der Monatsspruch Februar 2017 zur Sprache bringt: Am Beginn des Gottesdienstes heißt es: "Der Friede des Herrn sei mit uns allen!" Und die Gemeinde antwortet: "Amen!", das heißt übersetzt: "So sei es!" So schafft und feiert jeder Gottesdienst ein Stück der Welt, die Jesus sich bei der Aussendung seiner Jünger wünscht. Wie gut, dass wir immer wieder sonntags daran erinnert werden.

In den vergangenen Monaten habe ich die vakante Pfarrstelle in Ihrer Kirchengemeinde vertreten. Ich blicke auf viele besondere, berührende, schöne Momente und Begegnungen zurück. Ich sage Dank für die Offenheit und Herzlichkeit, mit der Sie mich aufgenommen haben und ein Stück Weges gemeinsam mit mir gegangen sind.

Am 1. März 2017 geht diese Zeit zu Ende, denn Pastorin Anke Andersson wird Ihre neue Pastorin. Ich wünsche ihr und Ihnen allen eine gute gemeinsame Zukunft und Gottes reichen Segen für alles, was Sie miteinander füreinander und für andere tun.

Ihr Pastor Dr. Carsten Berg